Rodenbach mit sehr niedrigem Wasserstand nach der Renaturierung. Das Bild zeigt die Auswirkungen der anhaltenden Trockenheit und verweist auf die Bedeutung von Klimaschutz und naturnahen Gewässern.

Der Rodenbach führt nach einer langen Trockenperiode nur noch wenig Wasser. Die Renaturierung hilft dabei, Wasser länger in der Landschaft zu halten und den Bach widerstandsfähiger gegen Hitze und Dürre zu machen.

Sichtbare Dürre: Aus Rodenbach wird Rodenrinnsal

Ein Meilenstein für den Naturschutz

Vor genau 50 Jahren, als es Bündnis 90/Die Grünen noch nicht gab, wurde das 48,22 Hektar große Gebiet „Röhrig von Rodenbach“ als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das war ein wichtiger Schritt für den Schutz des Rodenbachs – und der Beginn für den Bach, so wie wir ihn heute kennen. Schon 1983 starteten die ersten Maßnahmen: Flächen wurden überstaut, Gräben renaturiert, um dem Wasser mehr Raum zu geben.

Seit 2014 lag der Fokus auf der Renaturierung des Bachs innerhalb des Ortes. Ein Projekt, das zeigt: Zusammenarbeit zwischen Parteien wie SPD, CDU, FDP, seit 2021 auch mit Bündnis90/Die Grünen und Naturschützern kann gelingen

Der Klimawandel vor unserer Haustür

Haben Sie es auch bemerkt? Im Rodenbach fließt kaum noch Wasser – besonders in Höhe der Gelnhäuser Straße. Schuld sind die langen Dürreperioden und Hitzewellen. Wenn es nicht regnet und die Sonne stark scheint, verdunstet das Wasser schneller, als es nachfließen kann. Das ist ein klares Zeichen für den Klimawandel – und eine Warnung: Wir müssen jetzt handeln, um unsere Natur, unsere Gesundheit und unser aller Leben in Rodenbach zu schützen.

Warum Renaturierung uns allen hilft

Die kürzlich abgeschlossene Renaturierung des Rodenbachs bringt viele Vorteile mit sich. Der Bach ist wieder natürlicher: Er hat ein Bett, Uferbereiche und Grünflächen drumherum. Wie ein Schwamm saugt der Boden Regenwasser auf, speichert es und gibt es langsam wieder ab. Das hat viele positive Effekte:

  • Kühlere Luft: Im Sommer verdunstet das Wasser und kühlt die Umgebung ab.
  • Bessere Luftqualität: Grünflächen verbessern das Klima im Ort.
  • Hochwasserschutz: Der Bach kann bei Starkregen mehr Wasser aufnehmen.
  • Grünere Pflanzen: Die Natur bleibt lebendig, selbst in trockenen Zeiten.

All das ist Bevölkerungsschutz – und eine Investition in unsere Zukunft. Dass Fördergelder für solche Projekte auch Steuergelder sind, ändert nichts an ihrem Wert.

Rodenbach grün und lebenswert halten

Wir setzen uns für eine konsequente Klimaschutzpolitik ein.

Unsere Ziele:

  • Mehr Grün, weniger Beton: Wir wollen Flächen entsiegeln – also weniger Asphalt und Beton, mehr Grünflächen, die Wasser aufnehmen können.
  • Netto-Null-Versiegelung bis 2050: Kein neuer Boden soll mehr versiegelt werden.
  • Grünachsen ausbauen: Mehr Natur im Ort, für mehr Lebensqualität.
  • Bezahlbarer Wohnraum: Durch den „Umbauturbo“ bei bestehenden Gebäuden, wie ihn die Deutsche Umwelthilfe (DUH, siehe hierzu: duh.de) und auch Architects 4 Future (siehe hierzu: „10 Forderungen für eine Bauwende“, unter architects4future.de) vorschlagen.

Der Rodenbach ist nicht nur ein Bach – er ist ein Lebensraum für uns alle. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Rodenbach ein Ort bleibt, an dem sich Mensch und Natur wohlfühlen. Es ist Zeit für Lösungen, die beides verbinden.

Christine Drößler-Utecht

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