Stellungnahme der Ortsgruppe der GRÜNEN in Rodenbach und der Bürgermeisterkandidatin Marina Lehmann zum Bebauungsplan „Südlich der Adolf-Reichwein-Straße“, ausgelegt im Februar 2020

Wir Rodenbacher GRÜNEN bedauern selbstverständlich die weitere Zersiedelung unserer Landschaft durch das Baugebiet. Einerseits wird nötiger Wohnraum geschaffen, andererseits aber geht ein Naherholungsgebiet verloren, erhaltenswerte Streuobstwiesen sollen verschwinden, der Verkehr nimmt zu.

Gegenüber dem Bebauungsplan von 2014 weist der nun vorliegende Plan aber deutliche Verbesserungen auf.

Wie es von den GRÜNEN Rodenbach seinerzeit gefordert wurde, wird der Plan nicht nur im Bauamt ausgestellt, sondern ist zudem auch online einzusehen. Das schafft Transparenz und Erreichbarkeit für alle Bürgerinnen und Bürger.

Wir GRÜNEN begrüßen die verschiedenen verbindlichen Vorgaben zum Klimaschutz, Verbesserungen, wie Zisternen, Blütensäume, höheren Gehölz- und Baumanteil, Lärmschutzmaßnahmen, größtmögliches Vermeiden von Bodenversiegelung und Lichtverschmutzung.

Zu hoffen ist, dass die Gemeinde die Einhaltung dieser Vorgaben auch tatsächlich kontrolliert und durchsetzt!

Folgende Änderungen des Bebauungsplans fordern wir GRÜNEN in Rodenbach:

1. Das Entree ins neue Wohngebiet, von Erlensee/Hanau kommend, muss optisch ansprechender sein. Eine Baumreihe entlang der zu bebauenden Seite der Adolf-Reichwein-Straße ist dazu nötig. Zudem wirkt sich dies auch positiv auf das lokale Klima aus.

2. Ein sicherer Radweg entlang der Adolf-Reichwein-Straße ist unbedingt notwendig.

3. Der westlich gelegene kleine Spielplatz muss etwas verlegt werden, denn in der geplanten Form liegt er viel zu nahe an den vier Kreuzungsstraßen. Überhaupt ist wegen der Sicherheit erforderlich, dass das ganze Gebiet als Spielstraße auszuweisen wird, da hier viele Kinder wohnen werden.

4. Die Seniorenwohnungen, die am Altenzentrum vorgesehen sind, sollten über das Gelände verteilt werden. Statt eines „Altengettos“ müssen Mehrgenerationenprojekte umgesetzt werden.

5. Für das geplante Nahversorgungszentrum sollte es nicht nur Gehölz- sondern auch Baumvorschriften geben. Auch ist der gegenüberliegende nördliche Teil der Adolf-Reichwein-Straße möglichst vor dem Andienungslärm zu schützen.

6. Die Streuobstwiese muss erhalten bleiben und in das Baugebiet integriert werden!

Abgesehen vom Bebauungsplan werden wir GRÜNEN uns für Folgendes stark machen:

  • finanzielle Förderung von Fotovoltaik und Fassaden- bzw. Dachbegrünung
  • Begrünung der Kreisel, damit keine Schotterwüsten entstehen
  • Maßnahmen gegen Verunreinigung öffentlicher Rasenflächen durch Hunde

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